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Glossar

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D

Die NAKOS definiert die „Digitale Selbsthilfe“ folgendermaßen:

Der Begriff „Digitale Selbsthilfe“ bezeichnet alle Prozesse der Digitalisierung in der Selbsthilfe. Er umfasst damit die Digitalisierung von Organisationsprozessen und Prozessen der Außen- und Innenkommunikation in Selbsthilfekontaktstellen, Selbsthilfevereinigungen und von Selbsthilfeaktiven.

Der Begriff wird anstelle von „virtueller“ Selbsthilfe genutzt und kann als Synonym gesehen werden. Mit digitaler Selbsthilfe befassen sich u.a. die NAKOS, die Plattform digitale-selbsthilfe.de oder die digitale Selbsthilfekontaktstelle DISEKO.

Im Bereich der digitalen Selbsthilfe wird zwischen einer digitalen Selbsthilfegruppe und einer digitale Selbsthilfe-Community unterschieden.

Quelle: Definitionen der Seite digitale-selbsthilfe.de, letzter Zugriff 09.12.2025

Die NAKOS definiert diese Form der digitalen Selbsthilfe so:

„Eine digitale Selbsthilfe-Community ist ein großer, freiwilliger Zusammenschluss von Menschen in einem internetbasierten Interaktionsraum, die selbst oder als Angehörige von Krankheit, Behinderung oder herausfordernden Lebenssituationen betroffen sind. Im Zentrum steht der Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern, aber auch der Wunsch Informationen zu erhalten, sich gegenseitig zu stützen und Solidarität herzustellen. Die Anzahl der Community-Mitglieder geht weit über die gängige Gruppengröße einer Selbsthilfegruppe hinaus. Damit ist ein persönliches Kennen aller anderen Personen nicht möglich. Der Austausch innerhalb der Community erfolgt beispielsweise in Form einer Gruppe in einem sozialen Netzwerk, in einem Selbsthilfe-Internetforum oder per Messenger-Dienst. Die Kommunikation findet in der Regel schriftlich und zeitversetzt sowie eher unregelmäßig statt. Ergänzende verbale (digitale) Austauschformate wie Videokonferenzen sind möglich. Der Kontakt miteinander und das Lesen von Informationen ist über den internetbasierten Interaktionsraum in der Regel rund um die Uhr möglich. Die Interaktion der Mitglieder ist unterschiedlich: aktive Mitglieder verfassen regelmäßig Beiträge, passive Mitglieder lesen sie in der Regel nur.

Eine weitere Form der digitalen Selbsthilfe ist die digitale Selbsthilfegruppe.

Die digitale Selbsthilfegruppe definiert sich laut der NAKOS im Grunde wie die Selbsthilfegruppe selbst. Darüber hinaus definiert sie die digitale Selbsthilfegruppe so:

Eine digitale Selbsthilfegruppe ist ebenfalls ein freiwilliger Zusammenschluss von Menschen, die selbst oder als Angehörige von Krankheit, Behinderung oder herausfordernden Lebenssituationen betroffen sind. Die regelmäßigen Gruppentreffen finden ohne professionelle Anleitung statt. Eine digitale Selbsthilfegruppe tauscht sich ausschließlich oder überwiegend internetbasiert mit Hilfe von Video- oder Telefonkonferenztools aus. Die Gruppenmitglieder kommunizieren verbal (in Ausnahmefällen schriftlich) und zeitgleich zu einem festgelegten Zeitpunkt mit vereinbarter Dauer. Wie in einer analogen Selbsthilfegruppe gewährleisten auch in einer digitalen Selbsthilfegruppe die überschaubare Gruppengröße und eine konstante Zusammensetzung den persönlichen Austausch und kann ein Zusammengehörigkeitsgefühl ermöglichen.

Eine weitere Form der digitalen Selbsthilfe ist die digitale Selbsthilfe-Community.

Quelle: NAKOS-Lexikon (nakos.de)

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Gemeinschaftliche Selbsthilfe
Die gemeinschaftliche Selbsthilfe meint den Zusammenschluss von Menschen außerhalb ihrer alltäglichen Beziehungen, wie Familie oder Freundschaftsbeziehungen. Ausschlaggebend ist, dass diese Menschem vom gleichen Problem betroffen sind und sich zussammenschließen, um sich gegenseitig zu unterstützen. Dabei gibt verschiedene Formen der gemeinschaftlichen Selbsthilfe: Selbsthilfegruppen, Selbsthilfeinitiativen und digitale Selbsthilfe.

Individuelle Selbsthilfe
Die individuelle Selbsthilfe hingegen, bezieht sich beispielsweise auf die eigenständige Einnahme von Schmerzmitteln oder die Anwendung bewährter Hausmittel ohne ärztliche Hilfe.

Quelle u.a. das Lexikon der NAKOS (www.nakos.de/informationen/lexikon/)

Eine Selbsthilfegruppe ist definiert als ein freiwilliger Zusammenschluss von Menschen außerhalb ihrer alltäglichen Beziehungen, die vom gleichen Problem betroffen sind und sich regelmäßig treffen, um einander zu unterstützen.

Eine detaillierte Definition gibt der Fachverband Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. (DAG SHG) erstellt:

Selbsthilfegruppen sind freiwillige, meist lose Zusammenschlüsse von Menschen, deren Aktivitäten sich auf die gemeinsame Bewältigung von Krankheiten, psychischen oder sozialen Problemen richten, von denen sie – entweder selber oder als Angehörige – betroffen sind. Sie wollen mit ihrer Arbeit keinen Gewinn erwirtschaften. Ihr Ziel ist eine Veränderung ihrer persönlichen Lebensumstände und häufig auch ein Hineinwirken in ihr soziales und politisches Umfeld. In der regelmäßigen, oft wöchentlichen Gruppenarbeit betonen sie Authentizität, Gleichberechtigung, gemeinsames Gespräch und gegenseitige Hilfe. Die Gruppe ist dabei ein Mittel, die äußere (soziale, gesellschaftliche) und die innere (persönliche, seelische) Isolation aufzuheben. Die Ziele von Selbsthilfegruppen richten sich vor allem auf ihre Mitglieder und nicht auf Außenstehende; darin unterscheiden sie sich von anderen Formen des Bürgerengagements. Selbsthilfegruppen werden nicht von professionellen Helfern geleitet; manche ziehen jedoch gelegentlich Experten zu bestimmten Fragestellungen hinzu.“

Quelle: Definition der DAG SHG von 1987 auf dag-shg.de

Selbsthilfeinitiativen verfolgen zeitlich begrenzt ein besonderes Anliegen, zum Beispiel die Verbesserungen des öffentlichen Personenverkehrs für Menschen mit körperlichen Behinderungen oder die kindergerechte Gestaltung einer Wohnsiedlung und -infrastruktur. Sie entstehen und arbeiten in aller Regel unabhängig auf örtlicher Ebene. Selbsthilfeinitiativen können aber durchaus auch bei einer Selbsthilfeorganisation oder Selbsthilfedachorganisation eingebunden sein und / oder mit diesen zusammenarbeiten.

Quelle: Definition des Portals „Selbsthilfe unterstützen“ auf selbsthilfe-unterstuetzen.de, letzter Zugriff 09.12.2025

Eine Selbsthilfekontaktstelle ist eine professionelle Beratungsstelle zum Thema Selbsthilfe. Sie dabei verschiedene beratende Schwerpunkte. Zum einen unterstützt sie einzelne Selbsthilfegruppen in der Nähe und zum anderen vermittelt sie Interessierte an Selbsthilfegruppen. Zudem machtsie Öffentlichkeitsarbeit für die gemeinschaftliche Selbsthilfe. Selbsthilfekontaktstellen unterstützen themenübergreifend zu allen Krankheiten, Behinderungen, Süchten oder psychischen und sozialen Themen.

Selbszhilfekontaktstellen gibt es flächendeckend in Deutschland verteilt und auch in eurer Nähe. Sie verteilen sich auf Bundes-, Landes-, und auf kommunaler Ebene. Eine Übersicht zu den Kontaktstellen und Beratungsangebote im Bereich der Selbsthilfe bietet die Nationale Kontakt- und Informationstelle für Selbsthilfe (NAKOS) in einer praktischen Datenbank auf nakos.de.

Quelle: NAKOS-Lexikon (nakos.de), letzter Zugriff 09.12.2025

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