Filme. Serien. Podcasts. Bücher.
Alles Rund um das Thema Psyche
und Mentale Gesundheit.

In dieser Auswahl bieten wir euch tolle Medien rund um das Thema Psyche, die ihr unserer Meinung nach gesehen, gehört oder gelesen haben solltet. Die Liste wird stetig um Spannendes erweitert, gerne auch dank euren Hinweisen!

FIlme & Serien

Expedition Depression // Film

Christoph, Jacqueline, Julia, Christoph und Charis: Fünf junge Erwachsene auf Roadtrip durch Deutschland – auf den Spuren der Depression. Auf der Suche nach Antworten zur Erkrankung. Sie alle haben selbst als Kinder und Jugendliche Depression erlebt. Fünf junge Erwachsene, eine Gemeinsamkeit. Ein Roadtrip, ein Miteinander.

„Expedition Depression“ ist ein Dokumentarfilm von sagamedia und ein Projekt der Deutschen DepressionsLiga e.V. Gefördert wird das Projekt vom AOK-Bundesverband. Der Film wird zu unterschiedlichen Daten deutschlandweit aufgeführt – bislang über 1500 Mal.

Psycho // Doku

Deine Freundin isst kaum etwas, dein Nachbar verlässt nicht das Haus, deine Mutter erinnert sich nicht mehr an sehr viel. Viele von uns haben Menschen im Umfeld, die stärker oder schwächer ausgeprägte psychische Besonderheiten aufweisen. Nur reden wir selten darüber. Denn wir wissen nicht wie. In „Psycho“ erzählen Menschen davon, wie es ist unter Schizophrenie oder der Demenz der eigenen Mutter zu leiden. Und Expertinnen und Experten helfen uns zu verstehen.

Jede Folge hat ihren eigenen Schwerpunkt und es kommen Betroffene, Angehörige und Expert:innen zu Wort. U.a. zu den Themen Depression, Therapie & Angst.

Everyone is Fucking Crazy // Serie

Derya, Chloë, Malik und Schröder sind bei Dr. Thomalla in Behandlung – oder vielmehr sie waren es, denn die Psychotherapeutin ist bei einem Fenstersturz ums Leben gekommen. Selbstbewusst behauptet Derya, Thomallas Assistentin gewesen zu sein und die Therapie der drei anderen fortführen zu wollen. Der Beginn einer Reise mit ungewissem Ausgang…

Laut einer Studie des Bundesministeriums für Gesundheit leidet fast jeder dritte Mensch im Laufe seines Lebens an einer psychischen Erkrankung. Fast alle von uns werden irgendwann also früher oder später, direkt oder indirekt mit dem Thema “Mental Health” konfrontiert sein. Die Serie lädt dazu ein, das Schweigen zu brechen, Stigmata abzubauen und Vorurteile zu widerlegen.

Bojack Horseman // Serie

Diese Serie dreht sich um ein depressives Pferd. Der Titelcharakter namens BoJack Horseman war der Star einer beliebten Sitcom in den 1990er-Jahren. Nach dem Ende der Serie wurde es allerdings ruhig um ihn. Eine alles enthüllende Autobiografie soll ihn nun wieder ins Gespräch bringen und zu einem Comeback verhelfen.

BoJack Horseman ist eine preisgekrönte Netflix-Animationsserie (2014–2020) über einen abgehalfterten Star einer 90er-Jahre-Sitcom, der als anthropomorphes Pferd in einer Welt mit Menschen und Tieren lebt und mit Depressionen, Sucht, Selbsthass und der Suche nach Sinn kämpft, während er versucht, ein Comeback zu schaffen und seine Autobiografie zu schreiben. Die Serie lebt von ihrer iefgründigen Auseinandersetzung mit psychischen Problemen, die Satire auf Hollywood und ihren Mix aus Humor und Dunkelheit.

Nicht einfach nur eine Animationsserie und vielleicht gerade deshalb so gut. Aktuell (Stand 01/2026) wird die Serie auf Netflix gezeigt.

In Therapie // Serie

In Therapie (Original: En thérapie) ist eine französische Serie (Adaption der israelischen Serie „BeTipul“), die Psychotherapie in den Fokus rückt. Ort des Geschehens ist meist die Praxis des Pariser Psychoanalytikers Philippe Dayan, der nach den Anschlägen vom November 2015 Klienten behandelt. Jede Folge spiegelt eine Sitzung unterschiedlicher Menschen wider und gibt Einblicke in traumatische Erlebnisse dieser Zeit. Die zweite Staffel spielt wenige Monate nach den Beginn der Corona-Pandemie.

Akutstation Psychiatrie // Serie

Psychose, Alkoholsucht, Essstörung, Panikattacke und Suizidgedanken: Die Reportage bietet einen ungeschminkten und berührenden Einblick in den Alltag einer psychiatrischen Akutstation. Barbara Jost und ihr Team kümmern sich in den Kreiskliniken Groß-Umstadt um psychiatrische Notfälle. Wer kommt in die Psychiatrie? Und wie behandelt man psychiatrische Erkrankungen? Die Erfahrung zeigt: Psychische Erkrankungen können jeden treffen.

bipolar hautnah // Film

Nachdem die „bipolar hautnah“ YouTube-Serie 2021 mit dem Ulrike-Fritze-Lindenthal-Preis ausgezeichnet wurde, gibt es jetzt auch die Dokumentation „bipolar hautnah – Der Film“ unter der Regie von Andrea Rothenburg. Bei der Voraufführung beim DGPPN Psychiatrie-Kongress gab es im Anschluss an die Vorführung Standing Ovation und viel Anerkennung. Nach der erfolgreichen Premiere im Cinemotion Berlin-Hohenschöhausen, mit etwa 600 Gästen, wurde der Film bei ausgewählten Veranstaltungen mit sehr großer positiver Resonanz gezeigt.

Die Juristin Jutta Berger, der Musiker und TikToker Erik Formosa und der Künstler Andreas Schmidt klären eindrucksvoll mit Unterstützung ihrer Angehörigen und Fachleuten über die Bipolare Störung und das Leben mit den Ups’n’Downs auf.

Was ist eine Bipolare Störung? Ist sie heilbar? Wie kann man mit ihr leben? Was macht die Erkrankung mit den Betroffenen und ihren Angehörigen? Was kann helfen?

Der Film „bipolar hautnah“ wurde von Psychiatrie-Filme im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen e.V. (DGBS e.V.) produziert.

Podcasts

Bar-Talk mit Markus Kavka

Beim Freunde fürs Leben Bar-Talk Video-Podcast trifft sich Moderator Markus Kavka einmal im Monat mit bekannten Persönlichkeiten, um mit ihnen ein entspanntes Gespräch über die Herausforderungen des Lebens, ihren persönlichen Umgang mit Krisensituationen und ihr Wissen über seelische Gesundheit zu führen.

Dabei sitzen sie – der Titel ist Programm – in ihrer Lieblingsbar. Um Missverständnissen vorzubeugen: selbstverständlich betrinken sie sich dabei nicht, denn der Inhalt der Gespräche und der Austausch von Gedanken ist schon berauschend genug.

Der Podcast ist ein Projekt von Freunde fürs Leben e.V., die sich seit jahren für mehr Wissen rund um Depression und Suizid einsetzen.

Rätsel des Unbewussten

Ein Podcast zur Psychoanalyse und Psychotherapie.
In den Folgen suchen Cécile und Jakob nach Antworten auf die Rätsel der Psyche. Beide arbeiten als Psychanalytiker:innen und widmen sich der Erforschung des Unbewussten, der modernen Psychoanalyse, Tiefenpsychologie und den Verfahren der Psychotherapie. Zudem erzählen sie Fallgeschichten aus der Praxis in der Reihe „Tales of Therapy“.

Der Podcast ist für jene geeignet, die sich über Themen rund um die Psyche und der Wissenschaft weiterbilden wollen und spannende Phänomene erfahren möchten.

Unerhört Nah mit Nele & Julia

Bin ich für meinen depressiven Vater verantwortlich? Darf ich über die Zwangsstörung meiner Mutter sprechen? Was mache ich, wenn mir selber alles zu viel wird? Angehörige von psychisch erkrankten Menschen haben viele Fragen. UNERHÖRT NAH gibt diesen Gedanken und Geschichten Raum. Julia Paar und Nele Riepenhusen, beide selber Angehörige, sprechen über Ängste, schlechtes Gewissen, Zuneigung und Hoffnung. Denn sie wollen herausfinden: Wie können Angehörige ihren eigenen Weg zwischen Unterstützen und Loslassen, zwischen Verständnis und Grenzen setzen finden?

Schwarze Galle, Schwarzer Hund – Die Geschichte der Depression

Podcastfolge von „Siege der Medizin“ mit Andrea Sawatzki (Podcast der Apotheken Umschau). In dieser Folge geht es um die Geschichte der Depression: Der griechische Philosoph Demokrit suchte einst in Innereien nach der Melancholie – heute wissen wir, dass Depression eine seelische bzw. psychische Krankheit ist. Und zwar eine weit verbreitete und lebensgefährliche, die aber mittlerweile gut behandelbar ist. Und keine Sorge: Diese Episode ist ganz bestimmt nicht deprimierend. Andrea Sawatzki erzählt von Flatulenzen, dem Badehaus des Teufels, von der Depression als „Gottesgabe“ – und von Jack Nicholson. Was „Schwarze Galle“ und „Schwarzer Hund“ damit zu tun haben, hört ihr in der Folge.

Kopfsalat

Jede:r ist mal traurig. Jede:r schläft mal schlecht. Doch “deprimiert” ist nicht gleich “depressiv”. Deprimiert-Sein geht vorbei, eine Depression bleibt, wenn man nichts tut. Immer noch bestehen viele Missverständnisse und die Krankheit wird viel zu oft verharmlost. Betroffene, Freund:innen, Angehörige und Kolleg:innen sind oft überfordert. Deshalb ist es wichtig, darüber zu reden!

In zwei Folgen pro Monat nimmt sich Moderator Sven Haeusler ein Thema vor und spricht mit einer:m Betroffenen und einer:m Expert:in darüber: ADHS im Erwachsenenalter, chronische Erkrankungen und ihre Auswirkungen auf die Psyche, Frauen oder Männer – wer leidet mehr und warum überhaupt? Die Themen und Fragen gehen jede:n an – denn Depressionen kann jede:r bekommen, der oder die eine Psyche hat. Also jede:r von uns.

Innenwelt

Psychologie fasziniert mit Einblick in unsere Innenwelt. Was passiert in unserem Kopf, welche Phänomene begleiten den Alltag? Und was, wenn etwas verkehrt läuft? Bei psychiatrischen Krankheiten ist Hinschauen ein erster wichtiger Schritt. Ein WDR Psychologie-Podcast.

Lebensmutig Podcast

Im LEBENSMUTIG Podcast kommen Menschen zu Wort, die ganz persönliche Erfahrungen im Bereich der Jungen Selbsthilfe gemacht haben und bereit sind, diese mit uns zu teilen. Sie wollen berichten, aufklären und vor allem – Mut machen! Ein Angebot der NAKOS

Bücher

Kurt Krömer – Du darfst nicht alles Glauben, was du denkst

»Ich war dreißig Jahre depressiv. Ich muss damit leben. Und ich habe keinen Bock, das zu verheimlichen.«

Alexander Bojcan ist 47 Jahre alt, trockener Alkoholiker, alleinerziehender Vater und er war jahrelang depressiv. Auf der Bühne und im Fernsehen spielt er Kurt Krömer. Er will sich nicht länger verstecken. »Du darfst nicht alles glauben, was Du denkst« ist der schonungslos offene und gleichzeitig lustige Lebensbericht eines Künstlers, von dem die Öffentlichkeit bisher nicht viel Privates wusste. Alexander Bojcan bricht ein Tabu und das tut er nicht um des Tabubrechens willen, sondern um Menschen zu helfen, die unter Depressionen leiden oder eine ähnliche jahrelange Ärzteodyssee hinter sich haben wie er selbst.

Dieses Buch wirbt für einen offenen Umgang mit psychischen Krankheiten und ist gleichzeitig kein Leidensbericht, sondern eine komische und extrem liebenswerte Liebeserklärung an das Leben und die Kunst. Ein großes, ein großartiges Buch. »Und ab dafür«, würde Kurt Krömer sagen.